Geschichte des Lehrstuhls

Nach Gründung des Instituts für Bergbau im Jahr 1948 wurde das Fachgebiet der Geomechanik durch Prof. Wöhlbier vertreten. Der in den Folgejahren zunehmenden Komplexität geotechnischer Bauwerke wurde 1971 durch die Schaffung eines eigenen Lehrstuhls für Gebirgsmechanik Rechnung getragen.

Nach anfänglich allgemein felsmechanischer Ausrichtung führten die in den siebziger Jahren beginnende Nutzung von Salzkavernen zur Speicherung flüssiger und gasförmiger Kohlenwasserstoffe sowie die vermehrt auftretenden Standsicherheitsprobleme im salinaren Bergbau zu einer primär salzmechanischen Ausrichtung des Lehrstuhls unter Prof. Dreyer. Mit der Berufung von Prof. Lux wurde dieser Lehr- und Forschungsschwerpunkt um das Fachgebiet des Tunnel- und Stollenbaus erweitert. Darüber hinaus führten umfangreiche Forschungs- und Gutachtertätigkeiten in den Bereichen des Salzkavernenbaus, des Tunnelbaus, des Bergbaus und der Deponietechnik zu einer kontinuierlichen Erweiterung der in Forschung und Lehre am Lehrstuhl vertretenen Sachgebiete.

Die inhaltliche Ausweitung des Tätigkeitsfeldes wurde 1992 durch die offizielle Umbenennung des ehemaligen Lehrstuhls für Gebirgsmechanik in die "Abteilung Geomechanik in Bergbau, Tunnelbau und Deponietechnik" festgeschrieben.

Parallel mit den abnehmenden Bergbauaktivitäten insbesondere in den Bereichen des Erz- und Steinkohlenbergbaus der Bundesrepublik Deutschland war die Zahl der Studierenden im ehemaligen Fachbereich Bergbau und Rohstoffe rückläufig. Die andererseits stetig zunehmenden Aufgaben einer umweltverträglichen Entsorgung industrieller Rest- und Abfallstoffe eröffneten neue Arbeitsfelder im Bereich der Versorgung der Volkswirtschaft mit Rohstoffen und der Entsorgung der erzeugten Rest- und Abfallstoffe. Die aus dieser Dualität induzierten Aufgabenfelder wurden zunächst durch die Aufnahme einer neuen Studienrichtung Entsorgung / Abfall- und Deponietechnik umgesetzt. Mit der nachfolgenden Umstrukturierung des Fachbereiches, der Einrichtung eines Studienganges Umweltschutztechnik sowie der Schaffung eines Lehrstuhls für Deponietechnik und Geomechanik wurden schließlich die Voraussetzungen für eine weitere Konzentration der Lehr- und Forschungsinhalte auf dem Gebiet der Verwertung und Deponierung von Rest- und Abfallstoffen festgeschrieben. In toto zeigt die Abbildung die mit der Umstrukturierung des Fachbereiches erfolgte Fusion der Institute für Aufbereitung von Rohstoffen und Reststoffen sowie Geomechanik in Bergbau, Tunnelbau und Deponietechnik.

 

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