Wirtschaftliche Gewinnung Seltener Erden aus Monazit führendem Sekundärrohstoff der Großregion Catalão

 

Projektbeschreibung

Seltene Erden spielen eine bedeutende Rolle in vielen Hochtechnolgieanwendungen. Beispiele sind Hochleistungsmagnete, die unter anderem in Elektromotoren für E-Fahrzeuge und in getriebelosen Windkraftanlagen eingesetzt werden, sowie Leuchtstoffe in Energiesparlampen und Leuchtdioden. Aufgrund der hohen Wachstumsraten in diesen Märkten wird in den kommenden Jahrzehnten mit einem erheblichen Anstieg der Nachfrage gerechnet, die ohne einen Ausbau der Primärproduktion nicht gedeckt werden kann.

Als potentiell sehr nachhaltige und ökonomisch interessante Quelle für die Herstellung der Seltenen Erden haben sich seltenerdhaltige Gipse erwiesen, wie sie beispielsweise bei der Düngermittelproduktion in Catalão/Brasilien in großen Mengen als Nebenprodukt anfallen. Die Gipse werden bislang mitsamt der Seltenen Erden als Bodenverbesserer eingesetzt oder auf Halden gelagert. Das Projektkonsortium unter Leitung der Ceritech AG möchte dies ändern und die Seltenen Erden einer wirtschaftlichen Nutzung zuführen. Ein wichtiger Nebenaspekt ist, dass hierfür kein zusätzlicher Bergbau mitsamt Infrastruktur notwendig ist. Dies führt zu einem erheblichen Kostenvorteil bei gleichzeitig exzellenter Umweltbilanz. Weitere Konsortialpartner sind die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, mit der Arbeitsgruppe „Petrologie und Lagerstättenkunde“, und die TU Clausthal mit dem Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling. Unterstützt wird das Projekt durch den assoziierten brasilianischen Partner „Modelling and Mineral Processing Research Laboratory, Universidade Federal de Goiás“.

Gesamtziel des Projekts ist es, das bereits durch Ceritech entwickelte Verfahren in den kommenden zwei Jahren zur Industriereife zu führen. Aufgabe der TU Clausthal ist die Entwicklung eines hydrometallurgischen Verfahrens zur Gewinnung hochreiner, marktfähiger Seltenerdprodukte.

Verbundpartner

  • Ceritech AG, Deutschland
  • TU Clausthal, Deutschland
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland
  • Universidade Federal de Goiás, Brasilien

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förderkennzeichen: 033R187B


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