German Resource Research Institute

 

 

Eine gesicherte Versorgung mit wirtschaftsstrategischen Rohstoffen ist die Basis für die Stärkung und den weiteren Ausbau Deutschlands als internationaler Technologieführer und Hightech-Standort. Aus diesem Grund wurde vom BMBF das Forschungs- und Entwicklungsprogramm für neue Rohstofftechnologien „Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland“ ins Leben gerufen (ebd.). Als ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Ressourcen-technologieforschung werden darin die relevanten Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Bundesinstitutionen aufgeführt.

Bei der Anbahnung internationaler Vorhaben zeigte sich jedoch in der Vergangenheit, dass deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rohstoffsektor in internationalen Konsortien und Gremien kein ausreichend abgestimmtes Profil vermitteln und nicht den Einfluss geltend machen können, der ihnen entsprechend ihrer herausragenden fachlichen Kompetenzen eigentlich zustünde. Dies rührt insbesondere daher, dass es bislang keine strukturierte Organisation zwischen den deutschen Hochschul- und Forschungseinrichtungen gibt, die ein geschlossenes Auftreten gegenüber Dritten ermöglichen würde.

Trotz regelmäßiger und teilweise sehr enger Kooperationen in speziellen Sektoren zwischen einzelnen Akteuren ist die breitbandige Abstimmung über alle Institutionen und Forschungsgebiete hinweg deutlich verbesserungsfähig. Durch diese bisher unzureichende Abstimmung vermittelt die deutsche Forschungslandschaft trotz Bekanntheit und anerkannter standortspezifischer Fachkompetenzen im Bereich der Rohstofftechnologien in ihrem Gesamtauftreten ein unscharfes Bild in der Außenwahrnehmung.

Das GERRI Netzwerk verfolgt daher das Ziel, einen nationalen Nukleus bzw. ein virtuelles Institut für eine aufeinander abgestimmte, gemeinsame Forschung im Bereich primärer und sekundärer anorganischer Rohstoffe (mineralisch wie metallisch) entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit besonderem Fokus auf das internationale Umfeld zu etablieren. Das Vorhaben hat dabei den Zweck zunächst im Bereich wirtschaftsstrategischer Rohstoffe Transparenz über Kernkompetenzen und Infrastrukturen der Partner entlang dieser Kette zu schaffen, um einerseits bereits existierende Komplementaritäten und Synergien besser darstellen und effektiver nutzen zu können und andererseits die zukünftige Ausrichtung (z.B. Forschungsstrategie, Neuanschaffungen, etc.) zielorientiert aufeinander abstimmen zu können. Dies soll nicht nur zu einer verbesserten Koordination der deutschen Forschung im Bereich der Metallerzeugung aus primären und sekundären Rohstoffen an den Hauptstandorten und der gezielten Schließung von Lücken führen, sondern auch die Basis für ein gemeinsames Auftreten und eine Bündelung der Kräfte in drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten insbesondere auf internationaler Ebene (z.B. HORIZON 2020) sowie gegenüber internationalen Organisationen und der global agierenden Industrie legen.

 

Link zur Homepage des Projekts: www.gerri-germany.org

Verbundpartner

  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
  • RWTH Aachen University, vertreten durch Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling
  • TU Bergakademie Freiberg, vertreten durch Institut für Nichteisen-Metallurgie und Reinststoffe
  • TU Clausthal, vertreten durch Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik
  • Fraunhofer-Projektgruppe IWKS vom Fraunhofer ISC

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förderkennzeichen: 033R125

 

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