Entwicklung einer Produktionskette für Seltenerd-Elemente aus Tailings des ultramafischen Alkali-Karbonatit-Komplexes Catalão/Goiás (MoCa)

 

Projektbeschreibung

Mit 22 Millionen Tonnen besitzt Brasilien nach China die zweitgrößten Reserven an Seltenerdelementen (SEE) weltweit. Diese Gruppe von 17 physikalisch und chemisch ähnlichen Elementen spielt eine wichtige Rolle in vielen Hochtechnologie-Anwendungen. Beispiele sind Hochleistungsmagnete, die unter anderem in Elektromotoren für E-Fahrzeuge und in getriebelosen Windkraftanlagen eingesetzt werden, sowie Leuchtstoffe in Energiesparlampen und Leuchtdioden. Da Brasilien seit einigen Jahren den Aufbau einer eigenen Seltenerdproduktion vorantreibt und Deutschland einen großen Bedarf an Seltenerdprodukten hat, sind beide Länder eine strategische Partnerschaft eingegangen.

Vor diesem Hintergrund wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Forschungsprojekt „MoCa - Entwicklung einer Produktionskette für Seltenerd-Elemente aus Tailings des ultramafischen Alkali-Karbonatit-Komplexes Catalão/Goiás“ gefördert. Die brasilianische Mine wird von dem Bergbauunternehmen CMOC International betrieben. Das Gesamtziel des Projektes ist die Ermittlung des Produktionspotentials von SEE aus den Tailings des Catalão-Komplexes unter Berücksichtigung des SEE-Gehaltes und des Vorliegens der SEE-Minerale in Hinblick auf ihre Gewinnbarkeit, der Wettbewerbsfähigkeit und der Nachhaltigkeit.

 

 

Foto: Blick auf die Mine in Catalão im brasilianischen Bundesstaat Goiás

 

Am Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD) wird für ausgewählte Tailingströme aus der laufenden Produktion zuerst ein innovatives Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung eines SEE-Konzentrats entwickelt. Darauf aufbauend wird ein chemisches oder biologisch/chemisch kombiniertes Verfahren zur Gewinnung und Raffination der SEE aus dem SEE-Konzentrat ausgearbeitet. Zusätzlich soll Phosphat als Nebenprodukt für die Düngemittelindustrie gewonnen werden.

Die dreijährigen Forschungsarbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit brasilianischen Forschern von der Universidade Federal de Goiás und der Universidade de São Paulo durchgeführt, deren Arbeiten durch CMOC International finanziert werden. Auf deutscher Seite sind weitere Partner die FUGRO Consult GmbH, das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V., das Öko-Institut e.V., die Aufbereitungsexperten Dr. Rainer Imhof und Heinrich Sprenger sowie die Outotec GmbH & Co. KG als assoziierter Partner.

Unter folgendem Link finden Sie aktuelle Informationen zum Projekt: MoCa

Verbundpartner

Deutsche Verbundpartner

  • FUGRO Consult GmbH
  • Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
  • Öko-Institut e.V.
  • Dr. Rainer Imhof
  •  Heinrich Sprenger

Brasilianische Verbundpartner

  • CMOC International
  • Universidade Federal de Goiás
  • Universidade de São Paulo

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förderkennzeichen: 033R189A


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