Recycling 2.0 – Die Wertstoffwende

 

Projektbeschreibung

Aufbauend auf dem „Recycling 2.0 – Die Wertstoffwende“ – Forum beabsichtigt dieses Projekt eine ganzheitliche Optimierung von Strukturen, sowie die Erschließung und Ausnutzung von anthropogenen Potenzialen und Lagern. Das Ziel des Zusammenschlusses der vier Universitäten ist es, die Recyclingregion Harz, über drei Landesgrenzen hinweg, weiter auszubauen. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Zum ersten Mal wird eine Gesamtbetrachtung der anfallenden Abfallströme von Konsumenten, Unternehmen und der Rückstände aus Bergbau und Hüttenwesen für die Region Harz durchgeführt werden.

Abbildung 1: Recyclingregion Harz

Im Rahmen des Projektes werden die Abfallsteuerung vom Konsumenten zum Verwerter (C2B - Consumer to Business) von der Technische Universität Clausthal (TUC), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) und der Hochschule Nordhausen (HSN) übernommen. Die Steuerung von Verarbeitungsrückständen aus Unternehmen (B2B - Business to Business) und die Betrachtung und Erfassung von abgelagerten Abfällen (D2B – Deposit to Business) werden von der TUC bearbeitet. Diese technischen Betrachtungen werden um die umweltpsychologischen Kompetenzen der OvGU und in Fragen der Ökobilanzierung und des Nachhaltigen Designs durch die Hochschule Magdeburg-Stendal erweitert.

B2B - Business to Business

Durch die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an regionalen Unternehmen wird eine große Datengrundlage über anfallende Abfallströme geschaffen. Anhand dieser Informationen soll überprüft werden, ob ökologische und wirtschaftliche Verbesserungspotentiale in den Entsorgungs- und Verwertungsstrukturen vorhanden sind. Der Fokus liegt hierbei auf einer verbesserten Ressourcennutzung, wodurch Unternehmen und Umwelt im gleichen Maße profitieren können.

C2B – Consumer to Business

In diesem Projektteil wird der Schwerpunkt auf die Altproduktströme Elektrokleingeräte, Leuchtmittel und Batterien gelegt. Es sollen verschiedene Methoden der Sammelquotenerhöhung aufgezeigt und deren Herausforderungen für die anschließende Verwertung bewertet werden. Insbesondere stehen der Einsatz von Depotcontainern zur Sammlung von Elektrokleingeräten und der damit gesammelte Altproduktstrom im Fokus. Dafür wird eine Feldstudie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit Sortieranalysen der gesammelten Mengen begleitet. Weitere Aspekte des Projektes sind die Erstellung von Inputspezifikationen zur Verwertung der drei Altproduktströme in Zusammenarbeit mit Aufbereitungsbetrieben und die Förderung des Austausches auf verschiedenen Ebenen zwischen den verschiedenen Landkreisen der Region Harz.

D2B – Deposit to Business

Schwerpunkt des Bereiches D2B ist die Erstellung eines Katasters anthropogener Lagerstätten von der Gesamtregion Harz. Die Umsetzung erfolgt mittels eines Geoinformationssystems (GIS), wobei Geodaten aus den Bereichen Bergbau, Hüttenwesen sowie Asche- und Siedlungsabfalldeponien berücksichtigt werden. Des Weiteren werden Rückgewinnungstechnologien von anthropogenen Lagern ermittelt, um daraus ein Technologie-Portfolio abzuleiten, welches in der Großregion Harz umsetzbar ist und die rechtlichen, ökologischen als auch ökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Link zur Homepage des Projekts: www.wertstoffwende.eu

Verbundpartner

  • Technische Universität Clausthal
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Hochschule Magdeburg – Stendal
  • Hochschule Nordhausen

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förderkennzeichen: 03PSZZF2B

 

Ansprechpartner

B2B, C2B:

M.Sc. Josefine Dräger

D2B:

M.Sc. Kirstin Schneider


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