Gewinnung schwerer Seltenerdelemente aus Schwermineralsanden

 

Projektbeschreibung

Ziel des Verbundprojektes SEEsand ist die Gewinnung wirtschaftsstrategisch bedeutender schwerer Seltenerdelemente (SEE) aus Sanden der küstennahen Ostsee. Die betrachteten Sande werden zurzeit in großen Mengen für die Bauindustrie und den Küstenschutz gewonnen. Nach neuesten Untersuchungen bietet sich die Möglichkeit während des bestehenden Gewinnungsprozesses Schwermineralfraktionen abzutrennen, die an Zirkon und schweren SEE angereichert sind. Durch die Abtrennung dieser Wertkomponenten soll ein Beitrag zur nachhaltigen und umweltverträglichen Versorgungsicherung der deutschen Wirtschaft mit SEE geleistet werden.

Mit dem Verbundprojekt werden im Einzelnen folgende wissenschaftlich-technischen Ziele verfolgt:

  • Einschätzung der Gewinnbarkeit von strategischen Rohstoffen aus bisher nicht genutzten Schwermineralfraktionen der Sande der Ostseeküste
  • Entwicklung selektiver Laugungsverfahren für schwere SEE aus Zirkoniummineralen unter Nutzung der Geobiotechnologie (Biomining)

  • Entwicklung eines Biosorptionsverfahrens zur Gewinnung schwerer SEE aus Laugungslösungen geringer Konzentration

  • Gewinnung marktfähiger SEE-Konzentrate

  • Verwertung der Zirkonium enthaltenden Laugungsrückstände

Im Rahmen des Projektes  entwickelt das Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD) ein Verfahren zur mechanischen Anreicherung des Schwermineralanteils. Hierbei kommen für die Sortierung verschiedene Verfahrenskombinationen aus Dichtetrennung, elektrostatischer Sortierung, Magnetscheidung und Klassierung in Betracht. Darüber hinaus soll die mechanische Aktivierung sowie der mechano-chemische Aufschluss von Zirkonkonzentraten mittels Exzenterschwingmahlung untersucht werden. Ziel ist die Gewinnung sowohl eines SEE- als auch eines Zirkoniumkonzentrates.

Die Forschungen im Rahmen des Projektes sollen auch einen Beitrag hinsichtlich der internationalen Anwendung der Ergebnisse leisten. Hierzu existieren Kooperationen mit Dänemark und Grönland, welche hinsichtich politischer Rahmenbedingung und Rohstoffbasis ideale Voraussetzung für die Anwendung des anvisierten Prozesses bieten.

Verbundpartner

  • G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH (GEOS)
  • Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
  • Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik, TU Clausthal
  • Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. (GKZ)
  • Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern  
  • (LUNG)
  • André Voß Erdbau und Transport GmbH (VOSS)

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förderkennzeichen: 033R163C


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