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Rohstoffaufbereitung und Recycling

Rohstoffaufbereitung und Recycling sowie die Sanierung kontaminierter Böden und die Aufbereitung industrieller Abwässer sind die Schwerpunkte des Fachgebietes in Forschung und Lehre.

Das Fachgebiet Aufbereitung entstammt traditionell der Nutzbarmachung bergbaulich gewonnener Rohstoffe. Aufbereitungsverfahren zur Erzeugung von Produkten, Grundstoffen und Konzentraten aus Erzen (Metalle und Metallverbindungen), Kohlen, Salzen (Steinsalz, Düngesalze) und Industriemineralen (Kalkstein, Gips, Kaolin, Marmor usw.) sind Basis der gesamten Produktionskette. Durch die Entwicklung insbesondere der großen asiatischen Volkswirtschaften hat das Thema Rohstoffversorgung in den letzten Jahren wieder erheblich an Bedeutung gewonnen. Neue Lagerstätten müssen weltweit erschlossen und die abgebauten Rohstoffe aufbereitet werden. Bereits seit 1927 ist die Aufbereitung in Clausthal ehemals an der alten Bergakademie, heute der TU Clausthal auf diesem Gebiet in Forschung und Lehre vertreten und hat sich im engen Verbund mit den anderen Instituten einen guten internationalen Ruf erworben.

Mit der Industrialisierung verstärkte sich aber auch das Aufkommen von Abfällen. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wuchs in der Öffentlichkeit das Interesse am Umweltschutz. Fußend auf den Technologieentwicklungen bei der Aufbereitung der primären Rohstoffe kam daher zunächst als Aufgabengebiet die Nutzbarmachung von Massenabfällen hinzu. Rückstände aus der Produktion wie etwa der Rohstoffgewinnung (Abraumhalden, Bergeteiche), der Hüttenindustrie (Flugstäube, Aschen, Schlacken, Gießereisande) und der Herstellung komplexer Produkte etwa in der Automobilindustrie (Produktionsschrotte,  Phosphatier-schlämme u.a.) bilden seither ebenfalls einen Schwerpunkt der Arbeiten.

Durch die Entwicklung von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft und letztlich von der Kreislauf- zur Ressourcenwirtschaft entstanden als weitere Schwerpunkte die Erarbeitung von Recyclingstrategien und die Entwicklung von Verwertungstechnologien für ausgediente Produkte und Einrichtungen. Altfahrzeuge, Elektronikschrott, Batterien, Baureststoffe, Abfälle aus dem kommunalen Bereich und andere Stoffströme bilden ein enormes Rohstoffpotential für die Zukunft. Die Forschung auf dem Gebiet der Abfallverwertung in Deutschland hat weltweit einen Vorbildcharakter. Die Anwendung und Weiterentwicklung von Aufbereitungstechnologien für ressourcenrelevante komplexe Abfälle steht derzeit im Fokus der Forschung an unserem Lehrstuhl.

Als  weitere Säulen des Fachgebiets tragen die Sicherstellung einer effizienten Behandlung von Restabfällen und Abwässern sowie die Sanierung kontaminierter Böden zu den Kernaufgaben der Rohstoffsicherung und des Umweltschutzes bei.

Mit der Einrichtung des Studienganges Umweltschutztechnik 1995 trug die TU Clausthal dem Interesse an einem Lehrgebiet für Umweltschutz bereits vor längerer Zeit Rechnung. Zum Wintersemester 2010/2011 wurde im Rahmen der Umstellung im Bolognaprozess der Master-Studiengang "Umweltverfahrenstechnik und Recycling" eingerichtet. Dem Fachgebiet Aufbereitung kommt mit den Fächern Recycling, Bodensanierung und Abwassertechnik  eine zentrale Rolle zu. Die Ausbildung der Studenten erfolgt praxisnah und orientiert sich an den Anforderungen von Gesellschaft und Wirtschaft. Rückgrat der praxisnahen Entwicklungsarbeiten bilden die sehr gut ausgestatteten Werkstätten, Laboratorien und Versuchsanlagen z.T. bis in den Pilotmaßstab am Lehrstuhl. Die Absolventen fertigen ihre Abschlussarbeit überwiegend in Zusammenarbeit mit der Industrie an und haben aufgrund ihrer breiten Ausbildung hervorragende Berufschancen.

 

Kontakt

Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik

Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling

Walther-Nernst-Str. 9

38678 Clausthal-Zellerfeld

Prof. Dr.-Ing. D. Goldmann

Telefon: 05323/72-2038

Fax: 05323/72-2353

Mail an das Institut


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